Mein Trainingsplan - jeden Tag Sport, zwischen 10-20 Stunden die Woche


Mir war klar, dass ich für das Ziel eine Langdistanz zu finishen mehr tun muss als nach Lust und Laune Sport zu machen. Damit es möglichst effektiv wird, habe ich mich entschlossen mir einen Trainer "zu gönnen": Johann Ackermann (selbst Profi-Triathlet und Sportwissenschaftler) schreibt mir seit Mai jede Woche Trainingspläne.
 
Das läuft so, dass er mir über ein Onlinetool www.trainingpeaks.com wöchentlich angibt, wann ich was zu machen habe mit genauen Infos zu Geschwindigkeit oder Technik... Jede Aktivität wird durch meine Smartwatch aufgezeichnet und dann automatisch auf die Plattform hochgeladen. So sieht er mit welchen Anstrengungen ich die jeweiligen Trainings absolviert habe. Für die kommende Woche passen sich die Intensitäten dann automatisch anhand der bisherigen Leistungen an.
 
Die Trainings werden auch auf meine Smartwatch übertragen, so dass sie mir beim Training sagt, wann ich z.B. beim Laufen wieder einen Intervall machen soll oder zu schnell/zu langsam unterwegs bin... sehr coole Technik, die super motiviert! Kann ich nur empfehlen!

In den ersten Monaten hatte ich an vielen Tagen zwei Trainingseinheiten. Ruhetage gab es während des gesamten Trainings eigentlich nicht. Maximal "nur" eine Stunde Dehnen und Krafttraining, wenn ich am Tag davor z.B. 30 km Joggen war!
 
In den letzten 2 Monaten wurden die Trainingseinheiten dann weniger, dafür aber länger. Im Schnitt habe ich immer zwischen 15-20 Stunden pro Woche Sport gemacht. Seit ich wieder arbeite sind es eher 10-15 Stunden, davon über die Hälfte am Wochenende.
 
Die einzelnen Trainingseinheiten sind eigentlich fast immer mit Intervallen. Mal kurze, mal lange - mal harte, mal sehr harte. Ich fand das immer gut.
 
Für mich war das erste Treffen mit meinem Trainer Johann sehr wichtig. Dort sagte ich ihm, dass ich jetzt fünf Monate Sabbatical habe und in der Zeit auch viele "schöne" Sachen machen möchte und mich nicht durch einen Trainingsplan "drangsalieren" lassen möchte. Darauf sagte er mir, dass ein Trainingsplan nur Sinn macht, wenn er auch einigermaßen eingehalten wird und nicht nach Lust und Laune Einheiten wegfallen oder verschoben werden. Die Reihenfolge der Einheiten war immer wichtig, da durch jede Einheit spezifische Impulse gesetzt wurden, die auf einander abgestimmt waren.
Das wollte ich zwar gar nicht hören, aber am Ende hat es mich doch sehr motiviert den Trainingsplan so gut es geht einzuhalten. Darunter hat insbesondere meine Familie des Öfteren gelitten, wenn ich mal wieder "mein Ding" machen "musste";-(

Ich kann jedem, der ein Ziel verfolgt nur empfehlen, anhand eines Trainingsplanes zu arbeiten. Zumindest ich hätte sonst wahrscheinlich nur die Hälfte der Einheiten gemacht, und die auch je nach Tageslust mehr oder weniger intensiv.
 
Hier mal mein aktueller Trainingsplan für diese Woche:



Und ganz herzlichen Dank an alle, die jetzt schon so viel gespendet haben! Ich bin überwältigt! 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Ausführlicher Rennbericht

Geschafft! I am an IRONMAN

ES GEHT LOS