Welche Zeit kann ich erreichen?
Darüber habe
ich mir natürlich viele Gedanken gemacht. Für mich gibt es 2 Ziele:
Das
Hauptziel ist es ins Ziel zu kommen mit einem Lächeln. Natürlich darf es weh
tun, aber ich will "glücklich" ins Ziel.
Dann gibt es
noch so eine magische Grenze von 12 Stunden... das wäre natürlich toll, wenn
ich darunterbleibe. Das ist auch nicht völlig unrealistisch, aber leider auch
nicht wirklich planbar. Bei einer so langen Distanz kann einfach viel zu viel dazwischenkommen.
Das sieht man auch daran, dass bei den Profi-Rennen kaum ein Rennen so ausgeht,
wie man es davor "vorhersagt". Das blöde ist, desto mehr ich die 12
Stunden anpeile und mich dafür anstrenge, desto größer ist die Gefahr K.O. zu
gehen und gar nicht ins Ziel zu kommen.
Welche
Zeiten peile ich an:
Schwimmen:
Beim
Schwimmen werde ich mich nicht voll verausgaben. Ich habe gemerkt, dass
zwischen "Vollgas" und "zügig" Schwimmen nach 3,8 km nur ca.
5 Minuten Unterschied sind. Da werde ich es eher zügig angehen (mal schauen, ob
der Wettkampfadrenalin und die Wellen das auch zulassen). Dann sollte ich in
ca. 1:20 durch sein.
Radfahren:
Tja, ich bin
noch nie in meinem Leben 180 km Radgefahren (vor 2 Jahren mal 160, und bei der
Alpenquerung mal 150). Von daher habe ich nicht wirklich eine Ahnung, was ich
erreichen kann. Auch hier gibt es magische 30 km/h. Das wäre natürlich geil,
wenn ich die schaffen würde. Das klingt erstmal unglaublich schnell (ist es
auch;-), aber es relativiert sich. Mit dem geilen Triathlonrad das ich habe ist
es, wie mit dem Porsche zu fahren. Man kann da nicht drauf sitzen und vor sich
hin rollen, man MUSS schnell fahren. Zum anderen ist die Sitzposition so
aerodynamisch, und der Rollwiderstand so gering, dass man deutlich schneller
ist wie mit einem normalen Rad. Und zu guter Letzt werde ich an keiner Ampel
anhalten müssen und an keiner Kreuzung nach dem Weg fragen müssen. Alleine das
bringt auf die Durchschnittsgeschwindigkeit 2-3 km/h. Problematisch wird sein,
ob ich die aerodynamische Position so lange halten kann. Das wird mit der Zeit
doch ziemlich ungemütlich. Und wenn ich die verlassen muss werde ich sofort 3-4
km/h langsamer werden.
Also sollte
ich die 30 km/h schaffen, wäre ich nach 6 Stunden durch!
Laufen:
Das wird das
schlimmste werden. Nicht weil mir Laufen nicht liegt, sondern weil ich davor
schon Schwimmen und Radfahren war😉 Mein schnellster Marathon war bis
jetzt 2018 3:42 h. Ich kann überhaupt nicht einschätzen, wie das beim Ironman
laufen wird. Es ist alles möglich, von 6 Stunden kriechen (oder womöglich gar
nicht schaffen) bis meinen schnellsten Marathon überhaupt zu laufen. Ich werde
es abwarten müssen und hoffen, dass der Kopf und die Beine mitmachen.
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